hyperhidrose 

Schweißdrüsenabsaugung
Schweißdrüsenentfernung

 

Die längerfristige Alternative bei vermehrtem Schwitzen in der Achsel
 

 

Vorbereitung
In Voruntersuchungen sollten Stoffwechsel- oder hormonelle Erkrankungen sowie Medikamente ausgeschlossen werden, die Ursache für vermehrtes Schwitzen sein können. Ebenso sollten Stress oder auch Koffein und Nikotin, falls diese vermehrt genossen werden, deutlich reduziert werden. Denn in diesen Fällen wäre eine Absaugung der Schweißdrüsen nicht sinnvoll.
 

 

Operationsmethode der Schweißdrüsenabsaugung
Bei einer Schweißdrüsenabsaugung wird eine Betäubungslösung zur Schmerzausschaltung in das zu behandelnde Areal eingespritzt. Im Anschluss werden die Schweißdrüsen mit speziell für die Schweißdrüsenabsaugung entwickelten Kanülen bzw. Curetten über 1-2 Hautstiche von der Unterfläche der Haut abgeschabt und abgesaugt. Wieviel Schweißdrüsen bzw. wie komplett abgesaugt wurde, lässt sich nur indirekt durch eine gewisse Ausdünnung der Haut beurteilen, so dass sich die Effizienz einer Schweißdrüsenabsaugung erst eine Zeit nach der Operation zeigt.
 

 

Narkose
Eine Schweißdrüsenabsaugung dauert ca. 1 Stunde und erfolgt in örtlicher Betäubung und kann gegebenenfalls mit einem Dämmerschlaf kombiniert werden.
 

 

Klinikaufenthalt
Eine Schweißdrüsenabsaugung erfolgt in der Regel ambulant.
 

 

Medikamente
Schmerzmittel, die wie z. B. Aspirin Acetylsalicylsäure enthalten, vermindern die Blutgerinnung. Um unnötige Blutungen zu vermeiden, sollten Sie diese unbedingt 8-10 Tage vorher absetzen!
Des weiteren sollten Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Alkohol ca. 8-10 Tage vorher weggelassen oder wesentlich reduziert werden.
 

 

Risiken einer Schweißdrüsenabsaugung
Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Sie können aber versichert sein, dass wir unser Bestes tun, um diese möglichst klein und gering zu halten. Bitte bedenken Sie aber auch: niemand kann Risiken völlig ausschließen.
Da es sich bei einer Schweißdrüsenabsaugung um einen operativen Eingriff mit einer Wundfläche zwischen Haut und Fettgewebe handelt, kann die Gefahr einer Blutung, Infektion, Wundheilungsstörung und eines Wundsekretverhaltes nicht völlig ausgeschlossen werden. Ein Taubheitsgefühl bildet sich dabei in den meisten Fällen aus. Dies liegt daran, dass durch die Manipulation der Absaugung die feinen, in der Haut verlaufenden Nervengeflechte gestört und hierdurch zeitweise in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Eine Normalisierung tritt dabei meist innerhalb der ersten 1-3 Monaten wieder ein.
Aufgrund der unmittelbaren Nähe von Lymphbahnen und -knoten zur Wundfläche können diese nach einer Schweißdrüsenabsaugung teilweise deutlich mit reagieren. Dann bestehen tastbare Knötchen oder Stränge in der Achsel, die aber im Verlauf der Wundheilung wieder abklingen.
In sehr seltenen Fällen kann es zu einem Wundsein bzw. zu einer Wundheilungsstörung im behandelten Hautareal kommen. Dies liegt wiederum an der Schweißdrüsencurettage der Hautunterfläche, wobei sich der Operateur hier stets auf einer "Gratwanderung" befindet. Wird die Hautfläche zu intensiv behandelt, kann sich o. g. Wundsein ausbilden; wird zu wenig intensiv behandelt, verbleiben zu viele Schweißdrüsen, wobei dies wiederum zu einem unbefriedigenden Ergebnis führt. Wie erfolgreich die Behandlung war, lässt sich erst im Verlauf von 4-6 Wochen nach der Operation feststellen. Nach einer anfänglich meist kompletten "Trockenheit" können verbliebene Schweißdrüsen ihre Funktion wieder aufnehmen oder, so nimmt man heute auch an, können sich aus den verbliebenen Schweißgängen neue Drüsen bilden, so dass nach der Schweißdrüsenabsaugung erneut Schweiß gebildet wird, aber eben auf ein Normalmaß reduziert. Bei derzeit ca. 5% der Patienten ist das Ergebnis aufgrund dieser methodischen Probleme zwar meist gebessert aber doch unbefriedigend, so dass durch eine zweite Schweißdrüsenabsaugung weitere Abhilfe geschaffen werden kann. Wie bei jeder Statistik lässt sich das ganze auch sehr positiv betrachten, nämlich ca. 95% der Patienten profitieren langfristig von diesem Eingriff.

 

 

Nachbehandlung nach Schweißdrüsenabsaugung
Nach einer Schweißdrüsenabsaugung wird ein Kompressionsverband an den Achseln angelegt, der für 2 Tage dort verbleibt, um das Nachblutungsrisiko und die operationsbedingte Schwellung zu minimieren. Durch mehr oder weniger starkes Anlegen der Arme lässt sich der Druck regulieren. Der Druck in den Achseln sollte aber nicht zu einer Durchblutungsstörung an den Armen oder zu Kribbeln/Taubheitsgefühl an den Fingern führen. Ist dies der Fall, sollten Sie unmittelbar Kontakt mit uns aufnehmen.
Der Kompressionsverband wird nach 2 Tagen entfernt; die Nähte der Einstiche nach 4-7 Tagen.
Nach 2-3 Tagen können Sie wieder duschen.
In den ersten Wochen nach einer Schweißdrüsenabsaugung sollten Sie stärkeres Anheben der Arme vermeiden, um die Abheilung der Wunden zu unterstützen. Gleiches gilt für Ihre sportlichen Aktivitäten, Sauna/Solarium in den ersten vier Wochen nach der Operation

 

 

Behandlungskosten

in Euro

von

bis

Schweißdrüsenabsaugung

1500,00

1700,00

 

 

kastenbut

 

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