Wie wird behandelt ?
Die Laserbehandlung von Falten ist leider keine Wunderwaffe, hat sich aber v. a. bei diffuser, feiner Fältelung, den so genannten Knitterfältchen der Gesichtshaut bewährt. Zur Laserbehandlung von Falten verwenden wir einen ErbiumYAG-Laser, der zwei verschiedene Verfahren zur Faltenbehandlung besitzt.
Im so genannten ablativen Modus der Lasertherapie wird wie im Sinne eines stärkeren Peelings die oberste Schicht der Haut verdampft bzw. abgetragen und so eine Neubildung der Haut angeregt. Es entsteht eine oberflächliche Hautwunde wie bei einer Schürfwunde. Gleichzeitig führt die von der Haut aufgenommene Laserenergie in den tieferen Hautschichten zu einer Erwärmung des Gewebes und regt dadurch die Neusynthese kollagener Fasern an. Diese sind mit für die Elastizität der Haut und Wasserbindung in der Haut verantwortlich. Hierdurch kann ein zusätzlicher Straffungseffekt erreicht werden, der allerdings erst allmählich im Verlauf von 4-6 Wochen nach der Behandlung eintritt.
Im non-ablativen Modus der Laserbehandlung wird durch die Änderung der Laserimpulse auf die Abtragung der oberen Hautschichten verzichtet und dafür die Tiefenwirkung des Lasers verstärkt. Der Peeling-Effekt bleibt dadurch aus; die Wirkung besteht lediglich in der Anregung der Kollagen-Neubildung. Der klare Vorteil dieses Verfahrens ist, dass keine Wunden entstehen. Aber leider ist auch kein Soforteffekt für den Patienten erkennbar. Aufgrund der etwas schwächeren Wirkung dieses Verfahrens im Vergleich zum ablativen Modus muss die Therapie zumindest zweimal im Abstand von ca. 4 Wochen durchgeführt werden. Das Resultat der Behandlung setzt dabei allmählich innerhalb von 3-4 Wochen ein.
Die Behandlungen dauern abhängig von der Größe der zu behandelnden Fläche ca. 30 bis 60 Minuten. Je nach Art der Behandlung und Aufwand werden Sie örtlich betäubt oder voll narkotisiert bzw. im non-ablativen Modus gekühlt. Die Hautverjüngung findet in der Regel ambulant statt. Zunächst wird die Haut gründlich gereinigt. Dann wird beim ablativen Modus eine oberflächlich betäubende Salbe aufgetragen oder eine örtliche Betäubung eingespritzt. Nach entsprechender Einwirkzeit können nun die betreffenden Stelle gezielt mit dem Laser behandelt werden. Im non-ablativen Modus wird unter ständiger Kühlung der Haut vorgegangen.
Nach der abtragenden Laserbehandlung wird Ihre Haut zunächst stark gerötet sein und nässen. Dann bildet sich eine Schorfschicht, die nach einiger Zeit abfällt. Die neuentwickelte, junge Haut kommt zum Vorschein. Diese neue Haut ist sehr empfindlich und noch für 3-4 Wochen gerötet. Sie darf nur mit speziellen Cremes behandelt und über einen Zeitraum von drei Monaten keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Auch sollten Sie im Alltag stets eine Sonnencreme auftragen, denn die junge Haut kann am Anfang den Stoff Melanin, der als Lichtfilter dient, noch nicht selbst bilden.
Nach der nicht-abtragenden Behandlung entsteht lediglich eine Rötung der Haut, die zwischen 1-4 Tagen anhalten kann. Vereinzelt kann sich die Haut in den folgenden Tagen etwas schälen oder kleinere Krusten bilden. In der Regel ist die Haut aber geschlossen und die bestehende Rötung kann mittels MakeUp kaschiert werden. Intensive Sonnenstrahlung sollte hier aber auch für die ersten 3-4 Wochen nach der Behandlung vermieden werden.
Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?
Die Laserbehandlung lässt zunächst eine sehr empfindliche Haut zurück, die am Anfang einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt ist. Nicht auszuschließen ist dadurch auch eine Herpesbildung, die vom einfachen Lippenherpes bis zur schmerzhaften Gürtelrose reichen kann. Entsprechend ist bei bekanntem Herpes eine medikamentöse Prophylaxe als Begleit- und Schutzmaßnahme notwendig.
Prinzipiell besteht v. a. bei abtragenden Verfahren die Gefahr der Pigmentstörungen oder Narbenbildung, wenn zu stark abgetragen wurde oder die behandelte Haut sehr empfindlich reagiert. Auf eine Laserbehandlung im abtragenden Verfahren sollten Sie daher verzichten, wenn Sie dunkelhäutig sind oder Ihre Haut stark gebräunt ist, da es zu Pigmentveränderungen kommen kann.
In seltenen Fällen kann es bei der Laserbehandlung auch zu einer zu starken Schrumpfung der Haut kommen, besonders im Bereich der Unterlider, so dass es hier zu einer Verziehung der Unterlidkante kommen kann. In diesem Fall muss durch eine Operation korrigiert werden.
Da das nicht-abtragende Verfahren bzw. der non-ablative Modus weniger aggressiv auf die Haut einwirkt, ist die Wahrscheinlichkeit o.g. Risiken bei diesem Verfahren nochmals deutlich verringert, aber leider nicht komplett ausschließbar. Dieses Verfahren kann aber bei dunkelhäutigen oder gebräunten Patienten eingesetzt werden. Wichtig bei beiden Verfahren ist ein entsprechender Sonnenschutz im Anschluss an die jeweilige Behandlung.
Behandlungskosten
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in Euro |
von |
bis |
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Laserbehandlung |
ab 500,00 |
2000,00 |


