brustverkleinerungen 

Brustverkleinerung

 


Vorbereitung

In der Regel bedarf es keiner speziellen Vorbereitung. Sollten Sie beabsichtigen um den Zeitpunkt einer Brustverkleinerung Ihr Gewicht im Allgemeinen zu reduzieren oder Nachwuchs zu planen, so ist es sinnvoll erst nach Abschluss der Gewichtsabnahme oder einer Schwangerschaft den Eingriff zu planen.
 

 

Operationsmethoden der Brustverkleinerungen
Je nach Ausgangsbefund kommen mehrere Operationsmethoden für eine Brustverkleinerung in Betracht. Entscheidend ist die individuelle Situation und Vorstellung, die nur in einer persönlichen Beratung geklärt werden kann.

1. Handelt es sich um eine etwas vergrößerte und hängende Brust, die ihre Form z. B. nach Schwangerschaft oder Gewichtsreduktion verloren hat, so wird eine Bruststraffung mit einer mäßigen Brustverkleinerung durchgeführt, um durch eine Gewichtsreduktion der Brüste ein vorschnelles Wiederauftreten einer Hängebrust zu vermeiden. Dabei wird v.a. Haut oberhalb und Drüsengewebe unterhalb der Brustwarze entfernt, die Brustdrüse nach oben versetzt und aus dem belassenen Gewebe eine neue Brust geformt. Die Stillfähigkeit wird dabei nicht beeinträchtigt. Das Gefühl der Brustwarzen kann aber kurzzeitig vermindert sein. Nur in Ausnahmefällen ist mit einer bleibenden Störung zu rechnen.

2. Sollte eine Brustverkleinerung aus medizinischen Gründen, d. h. bei Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule und/oder des Schultergürtels aufgrund des Brustgewichts, notwendig sein, so ist es meist erforderlich mindestens 500 gr pro Seite zu entfernen bzw. die Brüste um mind. 2 Körbchengrößen zu verkleinern. Die Brustwarze verbleibt über einen Gewebestiel mit dem Drüsenkörper verbunden und wird mit diesem lediglich an höherer Stelle versetzt. Hierbei bleibt die Stillfähigkeit erhalten, wenn auch vermindert. Das Gefühl an den Brustwarzen ist anfänglich beeinträchtigt, kehrt in der Regel aber innerhalb von 3-6 Monaten zurück; in seltenen Fällen kann es aber auch beeinträchtigt bleiben.

3. Bei einer Brustverkleinerung einer extrem großen und tiefhängenden Brust wird meist in o. g. Weise 1/2-3/4 des Brustgewebes entfernt. Wenn dabei das Risiko, dass die Brustwarze aufgrund der dann sehr schlechten Durchblutung abstirbt, sehr hoch ist, wird ausnahmsweise eine freie Transplantation der Brustwarzen durchgeführt. Die Brustwarze muss dann vom Drüsenkörper abgetrennt werden, so dass ein Stillen nach der Operation nicht mehr möglich ist. Sensibilität und Erektionsfähigkeit der Brustwarze sind danach aufgehoben.

Aus der verbliebenen Brustdrüse und Haut wird die Brust unter Berücksichtigung ästhetischer wie funktioneller Gesichtspunkte neu geformt und die Wunden werden mit feinsten Nähten verschlossen. Entsprechend der verschiedenen Verfahren variieren die notwendigen Hautschnitte und damit die später verbleibenden Narben. Die Schnittführung bei den verschiedenen Arten der Brustverkleinerung kann je nach individueller Situation lediglich mit einem Schnitt um die Brustwarze erfolgen. Mit zunehmendem Resektionsausmaß und abhängig von der Hautelastizität muss diese mit einem senkrecht zur Brustfalte und evtl. zusätzlich mit einem Schnitt in der Brustfalte kombiniert werden. Alle Nähte werden intracutan gelegt, d. h. in der Haut versenkt, so dass später keine Stichkanäle zu sehen sind.
 

 

Narkose
Brustverkleinerungen dauern entsprechend ihrem Ausmaß zwischen 3 bis manchmal 5 Stunden und erfolgen in Narkose. Lediglich kleinere Brustreduktionen können auch in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf operiert werden.
 

 

Klinikaufenthalt
Der Aufenthalt beträgt in der Regel 1-3 Tage. Dieses dient zu Ihrem eigenen Komfort und Ihrer eigenen Sicherheit, um Ihnen die nötige Ruhe und Erholung sowie postoperative Überwachung zu ermöglichen.
Kleinere Brustreduktionen können ambulant operiert werden, so dass Sie nach einer Überwachungszeit wieder nach Hause können.

 

 

Medikamente
Schmerzmittel, die wie z. B. Aspirin Acetylsalicylsäure enthalten, vermindern die Blutgerinnung. Um unnötige Blutungen zu vermeiden, sollten Sie diese unbedingt 8-10 Tage vorher absetzen!
Des weiteren sollten Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Alkohol ca. 8-10 Tage vorher weggelassen oder wesentlich reduziert werden.
 

 

Risiken bei Brustverkleinerungen
Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Sie können aber versichert sein, dass wir unser Bestes tun, um diese möglichst klein und gering zu halten. Bitte bedenken Sie aber auch: niemand kann Risiken völlig ausschliessen.
Da bei einer Brustverkleinerung große, innere Wundflächen entstehen, ist die Gefahr einer Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung, breiter Narben und Sensibilitätsstörungen gegeben.
Wundheilungsstörungen treten in dünner Haut der Brust manchmal unterhalb der Brustwarzen im Bereich der größten Spannung auf, heilen jedoch meist innerhalb von 3-4 Wochen wieder ab. Raucher sind hier wesentlich stärker gefährdet. Entsprechend sollten Sie den Nikotinkonsum deutlich einschränken (besser natürlich ganz aufzuhören).
Die Narbenbildung ist nach Brustverkleinerungen individuell sehr unterschiedlich und dauert mindestens ein halbes Jahr, bis diese abgeblasst sind. Ein Absterben der Brustwarzen v. a. bei extrem großen Brüsten oder Blutungen kann sehr selten auftreten. Dies führt dann zu einer Asymmetrie, die ca. 6 Monate später in örtlicher Betäubung korrigiert werden kann.
Ebenso können alle breit gewordenen Narben, kleine “Tüten" an den Enden der Narben und etwaige Asymmetrien später korrigiert werden.
Die endgültige Form wird Ihre Brust erst 3-6 Monate nach der Operation erlangen; so lange brauchen die inneren Narben zu ihrer Rückbildung.

 

 

Krebsvorsorge
Vor der Operation sollte ab dem 35. Lebensjahr eine Mammographie durchgeführt werden, damit auffällige Areale bei der Operation sicher mit entfernt werden können.
Durch Wegnahme eines großen Teils Ihres Brustgewebes ist für Sie auch das Brustkrebs-Risiko wesentlich geringer geworden. Dennoch sind nach der Operation Krebsvorsorge-Untersuchungen auch weiterhin notwendig. Erneute Mammographien sind aber erst 1 Jahre nach der Operation sinnvoll.

 

 

Nachbehandlung
Nach einer Brustverkleinerung werden Sie für die nächsten Tage leichte bis mittelstarke Schmerzen empfinden. Außerdem entstehen, wie bei jedem operativen Eingriff, mehr oder weniger starke Schwellungen und Blutergüsse, die sich jedoch innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen wieder zurückbilden. Durch spezielle Salben, Medikamente und Massagen kann dies beschleunigt werden.
Postoperativ erfolgt die Stützung und milde Kompression der Brust im einem gut sitzenden Sport-BH, der für 4-6 Wochen Tag und Nacht getragen werden sollte.
Da bei der Operation teils längere Narben in einer ästhetisch anspruchsvollen Region entstehen, muss hier frühzeitig mit der Narbenpflege begonnen werden. Mit Narbenpflaster und durch tägliche Massagen können Sie diese sowie die Abschwellung der Brust nach der Operation günstig beeinflussen. Wir fördern dies zusätzlich durch ergänzende Maßnahmen, die wir während der Behandlung mit Ihnen besprechen.
Zur weiteren Unterstützung sollten Sie in den ersten 4-6 Wochen größere körperliche Belastung wie Sport, Sauna, Über-Kopf-Arbeiten vermeiden.

Zu guter Letzt noch eine Anmerkung, die ich Ihnen ans Herz legen möchte:
Eine Brustverkleinerung stellt für Sie und Ihren Körper eine eingreifende Operation dar, durch die Ihre Brust eine erhebliche Umgestaltung erfährt. Bitte bedenken Sie daher: Bis das gewünschte Endergebnis erreicht ist, dauert es einige Wochen. Bringen Sie also Geduld mit sowie die Bereitschaft, diese Empfehlungen möglichst konsequent einzuhalten.

 

 

Kosten einer Brustverkleinerung

in Euro

von

bis

Brustverkleinerungen

3500,00

6500,00

 

 

kastenbut

 

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