bauchstraffungen 

Operative Bauchstraffung


 

Vorbereitung
Idealerweise sollten Sie vor dem Entschluss zur Bauchstraffung bzw. Bauchdeckenstraffung Ihr angestrebtes Körpergewicht erreicht haben und Ihre Gewichtsabnahme abgeschlossen sein. Wenn das Körpergewicht dann für weitere 4-6 Monate konstant geblieben ist, so hatten Haut und Bindegewebe genügend Zeit, sich der neuen Situation anzupassen. Frühestens zu diesem Zeitpunkt ist eine objektive Beurteilung möglich, in wie weit eine Bauchstraffung sinnvoll ist. Gleiches gilt beim Gedanken an eine Bauchstraffung nach einer Schwangerschaft. Auch hier sollte ca. ein halbes Jahr abgewartet werden, um der natürlichen Rückbildung eine Chance zu geben.

 

 

Operationsmethode der Bauchstraffung
Vor einer Bauchstraffung wird die Schnittführung und Bereiche, die entfernt oder abgesaugt werden sollen, exakt vermessen und angezeichnet. Bei einer Bauchstraffung wird gewöhnlich die Haut zwischen Nabel und Schambehaarung quer ovalär entfernt. Bei großem Hautüberschuss muss dabei der Nabel aus der Haut ausgeschnitten und in neuer Lage wieder eingesetzt werden. Zur muskulären Bauchdecken hin verbleibt der Nabel im Verbund. Am Ende der Bauchstraffung resultiert ein straffer Bauch mit einer meist U-förmigen Narbe, die sich von der einen Leistenbeuge zur anderen zieht und durch einen entsprechende Slips verdeckt werden kann. Ist auch die Muskulatur stark gelockert (so genannte Rectusdiastase), so wird diese im senkrechten Verlauf zwischen Brustbein und Schambein mittels Naht gestrafft (Muskelraffung).
Ergänzend werden bei der Bauchstraffung heutzutage umschriebene Fettdepots mittels Fettabsaugung verkleinert und dem neuen, straffen Bauch angeglichen. Dadurch kann eine weitere Verbesserung der Körperform erreicht werden.
Damit sich keine Blutergüsse oder Wundsekrete im Wundbereich ansammeln, werden für 1-2 Tage Drainagen gelegt. Abschließend werden noch in Narkose Verband und Kompressionsmieder angelegt.

 

 

Narkose
Eine Bauchstraffung dauert zwischen 2 bis 4 Stunden und findet normalerweise in Vollnarkose statt. Kleinere bis mittlere Bauchstraffungen können auch sehr gut im Dämmerschlaf mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden
 

 

Klinikaufenthalt
Der Aufenthalt beträgt in der Regel bis zum nächsten Tag nach dem Eingriff. Kleinere Bauchstraffungen können auch ambulant durchgeführt werden, so dass Sie nach einer Überwachungszeit wieder nach Hause können.
Sehr große Bauchdeckenstraffungen, bei denen ausgedehnte Muskelnähte oder gar die Implantation von Kunststoffnetzen zur Stabilisierung der Bauchwand notwendig sind, erfordern längere, stationäre Aufenthalte und sind daher nur sinnvoll in größeren Kliniken durchzuführen.

 

 

Medikamente
Schmerzmittel, die wie z. B. Aspirin Acetylsalicylsäure enthalten, vermindern die Blutgerinnung. Um unnötige Blutungen zu vermeiden, sollten Sie diese unbedingt 8-10 Tage vorher absetzen!
Des weiteren sollten Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Alkohol ca. 8-10 Tage vorher weggelassen oder wesentlich reduziert werden.
 

 

Risiken einer Bauchstraffung
Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Sie können aber versichert sein, dass wir unser Bestes tun, um diese möglichst klein und gering zu halten. Bitte bedenken Sie aber auch: niemand kann Risiken völlig ausschließen.
Da es sich bei einer Bauchstraffung um eine große, innere Wundfläche handelt, ist die Gefahr einer Nachblutung oder eines Wundsekretverhaltes gegeben. Diese müssen dann in wenigen Fällen, wenn sie nicht durch die Drainagen erfasst werden, je nach Ausdehnung operativ entfernt, punktiert oder der natürlichen Resorption überlassen werden.
In Ausnahmefällen kann es nach der Bauchstraffung zu einem Auseinanderweichen der Operationswunde oder auch einmal zu einer Infektion in diesem Bereich kommen. Raucher sind hier stärker gefährdet. Entsprechend sollten Sie den Nikotinkonsum stark einschränken.
Die Narbenbildung selbst ist individuell sehr verschieden, so dass ca. 10% der Fälle ein Jahr lang mit einer geröteten Narbe rechnen müssen. Diese verblasst jedoch im Verlauf und kann durch entsprechende Verfahren behandelt bzw. später, falls einmal notwendig, korrigiert werden.
Hautgefühl und Lymphabfluss regenerieren sich erst langsam im Verlauf von mehreren Monaten und können in der Narben- und Nabelregion vermindert bleiben.
Muss bei einer Bauchstraffung der Nabel versetzt werden, so sind hier auch einmal in sehr seltenen Fällen Durchblutungsstörungen bis hin zum Absterben des Nabels möglich. Auch hier sind Raucher wiederum stärker gefährdet.
Eine Thrombosegefahr ist v. a. bei größeren Bauchdeckenstraffungen deutlich erhöht, so dass eine medikamentöse Therapie zur Vorbeugung einer Thrombose durchgeführt wird.

 

 

Nachbehandlung nach Bauchstraffung
Nach einer Bauchstraffung liegen Sie mit einer Knierolle im Bett, damit der Bauch entspannt ist und die Wundränder spannungsfrei verheilen können. Rechts und links befinden sich meist zwei Drainagen, die das Wundsekret über 1-2 Tage lang absaugen. Ein Kompressionsmieder, das für insgesamt 4-6 Wochen Tag und Nacht getragen werden muss, vermindert das Nachblutungsrisiko sowie die Schwellneigung.
Die Wunde bei einer Bauchstraffung wird mehrfach mit versenkten Nähten gehalten, so dass sie nicht aufplatzen kann. Der eigentliche Hautverschluss wird in der Regel mit versenkten Fäden durchgeführt. Diese lösen sich nach 3-4 Wochen von selbst auf oder müssen ca. 10-14 Tage nach OP gezogen werden.
Insgesamt sollten Sie sich bewusst sein, dass zunächst eine flächige, innere Narbenplatte im Bereich des ganzen Bauches entsteht, die zusammen mit der immer vorhandenen postoperativen Schwellung, den Bauch als Ganzes sehr viel dicker erscheinen lässt. Diese Schwellung kann bis zur Rückbildung, d. h. ca. 3 Monate lang anhalten. Außer mit einem Druckverband in Form eines kräftigen Mieders können die postoperativen Schwellungen mit Kältewickel und Lymphdrainagen positiv beeinflussen werden.
Ihre sportlichen und körperlichen Aktivitäten können Sie ca. 6 Wochen nach einer Bauchstraffung wieder aufnehmen, bis dahin sollten Sie Sport, Sauna, Solarium vermeiden ebenso wie das Heben von größeren Lasten (mehr als 5 kg), wenn die Bauchmuskulatur genäht werden musste.
Die anfangs stark geröteten Narben werden im Verlaufe der nächsten Monate wieder abblassen, so dass ein Jahr nach der Bauchstraffung eine endgültige Narbe resultiert, wobei die Narbenbildung von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein kann.

 

 

Kosten der Bauchstraffung

in Euro

von

bis

Bauchstraffung

2600,00

6500,00

 

 

kastenbut

 

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